Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2025 behauptete sich die Koenig & Bauer AG in einem weiterhin volatilen globalen Umfeld und festigte ihre Position als innovativer Technologiekonzern und Impulsgeber für die Branche. Grundlage des Erfolgs waren die klare strategische Ausrichtung des Produktportfolios auf kundenorientierte Lösungen und digitale Services sowie die konsequente Umsetzung der Programme zur nachhaltigen Stärkung der Ertrags- und Finanzkraft sowie zur Reduzierung der Komplexität innerhalb des Konzerns. Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit dem strategischen Fokusprojekt Spotlight des Vorstands. Durch die Konzentration auf profitable Wachstumsfelder und die Optimierung der Kostenstrukturen schafft das Programm die finanzielle Basis, die Marktposition als innovativer Lösungsanbieter im Zeitalter der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz weiter auszubauen.

Neben der strategisch-technologischen Ausrichtung des Portfolios und des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat mit der organisatorischen und personellen Transformation mit einer neuen Governancestruktur mit höherem Kundenfokus in Verbindung mit dem Generationenübergang im Vorstand. Innerhalb eines Jahres wurde eine umfassende strategische Neuaufstellung des Konzerns mit einer Reduzierung von bisher drei auf zwei Segmente und einer Verkleinerung des Vorstands von bisher fünf auf zwei Vorstände abgeschlossen. Diese erfolgreiche Transformation bildet das Fundament, auf dem die neue Konzernführung die Zukunft von Koenig & Bauer aktiv gestalten wird.

Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung mit großer Sorgfalt. Neben der Diskussion von Markttrends und Wachstumsfeldern befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie der Finanzlage und Liquiditätsentwicklung der Koenig & Bauer AG und des Konzerns sowie der Situation bei wichtigen Tochtergesellschaften. Die Geschäftspolitik, die M&A-Strategie, die Wettbewerbssituation, das Risikomanagement, die Risikosituation im Konzern, die Compliance, das Interne Kontrollsystem, die Interne Revision, die Cybersecurity, die Kapitalmarkt- und Personalstrategie, Handelszölle sowie insbesondere die Programme zur Stärkung der Ertrags- und Finanzkraft wurden im Gremium eingehend beraten. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss befassten sich mit den veränderten regulatorischen Anforderungen im ESG-Bereich. Neben der Unternehmens- und Investitionsplanung des Vorstands standen Governance- und Vorstandsvergütungsthemen sowie die Nachfolgeregelung im Vorstand auf der Agenda des Aufsichtsrats bzw. der Ausschüsse. Erforderliche Beschlüsse wurden nach eingehender Prüfung und intensiver Beratung gefasst.

Auch im Berichtsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge informiert, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen waren. Dies erfolgte 2025 in hybriden Aufsichtsratssitzungen mit Präsenz- und Online-Teilnahme, in Präsenzveranstaltungen und Videokonferenzen sowie auch telefonisch und schriftlich. Wöchentlich findet ein Jour fixe des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstandsvorsitzenden statt, weitere monatliche Jour fixe-Termine gibt es zwischen der Prüfungsausschussvorsitzenden und dem Finanzvorstand. Zudem hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich über die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens berichten lassen. 

Im Geschäftsjahr 2025 fanden acht Aufsichtsratssitzungen und vier Informationsveranstaltungen für den Aufsichtsrat zu aktuellen Themen statt. Dazu kamen noch die internen Abstimmungs-Videokonferenzen im Kreis des Aufsichtsrats vor den Aufsichtsratssitzungen oder zu aktuellen Themen. Der Aufsichtsrat tagte auch zeitweise ohne den Vorstand. Dabei wurden Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst oder interne Aufsichtsratsangelegenheiten betrafen. Von den acht Aufsichtsratssitzungen fanden zwei als Präsenzveranstaltungen, zwei als Videokonferenzen und vier als hybride Sitzungen mit Präsenz- und Online-Teilnahme statt. Von den vier Informationsveranstaltungen für den Aufsichtsrat wurden zwei als Videokonferenz und zwei in hybrider Form mit Präsenz- und Online-Teilnahme durchgeführt. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten dem Plenum regelmäßig über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte zu berichten. Die individualisierte Teilnahme an den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen ist in nachfolgender Übersicht zusammengefasst:

NameMitglied
seit
Sitzungen
Gesamt
(8)
Personal-
ausschuss
(5)
Prüfungs-
ausschuss
(7)
Strategie-
ausschuss
(2)
Nominierungs-
ausschuss
(1)
Gesamt-
teilnahme
Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender20188/85/52/21/1100 %
Gottfried Weippert, stv. Vorsitzender (bis 30. September 2025)20017/7*4/4*4/5*1/1*94 %
Marc Dotterweich, stv. Vorsitzender (ab 1. Oktober 2025 stv. Vorsitzender)20158/81/1*7/71/1*100 %
Dagmar Rehm, stv. Vorsitzende20148/85/57/7100 %
Claus Bolza-Schünemann 20238/82/21/1100 %
Julia Cuntz20168/8100 %
Carsten Dentler20175/82/21/173 %
Karoline Kalb (ab 4. Juni 2025)20254/4*1/1*100 %
Christopher Kessler20168/82/2100 %
Prof. Dr.-Ing. Gisela Lanza (bis 4. Juni 2025)20153/4*80 %
Dr. Johannes Liechtenstein20197/87/793 %
Daniel Pfeifer (ab 1. Oktober 2025)20251/1*100 %
Simone Walter20168/82/2*2/2100 %
Sabine Witte-Herdering 20236/875 %


* Zeitanteilig durch unterjährigen Ein- bzw. Austritt

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 4. Juni 2025 schied Frau Prof. Gisela Lanza als Vertreterin der Anteilseigner aus dem Aufsichtsrat aus. Mit dem Eintritt in den Ruhestand hat Herr Gottfried Weippert sein Aufsichtsratsmandat zum 30. September 2025 niedergelegt. Das Gremium dankte Frau Prof. Gisela Lanza und Herrn Gottfried Weippert für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ihren großen Einsatz und ihre wertvollen Impulse zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Konzerns. Neu in den Aufsichtsrat wählte die Hauptversammlung am 4. Juni 2025 Frau Karoline Kalb als Vertreterin der Anteilseigner für eine Amtszeit von vier Jahren. Die Nachfolge von Herrn Gottfried Weippert im Aufsichtsrat hat Herr Daniel Pfeifer mit Wirkung zum 1. Oktober 2025 angetreten. Neben den Veränderungen im Aufsichtsrat kam es auch im Vorstand zu mehreren personellen Wechseln im Rahmen des Generationenübergangs. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 4. Juni 2025 trat Herr Dr. Stephen Kimmich die Nachfolge von Herrn Dr. Andreas Pleßke als Vorstandsvorsitzender an. Herr Dr. Andreas Pleßke hat bis zu seinem planmäßigen Ruhestand zum 31. Dezember 2025 als normales Vorstandsmitglied Sonderaufgaben im Konzern übernommen. Als neuer Finanzvorstand wurde Herr Dr. Alexander Blum mit Wirkung zum 1. Juli 2025 vom Aufsichtsrat berufen. Bereits zum 31. März 2025 ist Herr Christoph Müller nach der Niederlegung seines Amtes als Vorstand ausgeschieden. Zum 30. Juni 2025 endete turnusgemäß der Vorstands-Vertrag mit Herrn Ralf Sammeck. Der Aufsichtsrat hat den Herren Dr. Andreas Pleßke, Christoph Müller und Ralf Sammeck für ihren langjährigen Einsatz, ihr außerordentliches Engagement und ihren professionellen Beitrag zum Unternehmenserfolg gedankt. Mit Beginn des Jahres 2026 hat der Vorstand die geplante Zielgröße von zwei Mitgliedern erreicht. Gemeinsam mit dem CEO und dem CFO bilden die beiden neuen Konzernleitungs-Mitglieder Christian Steinmaßl und Markus Weiß ein schlagkräftiges Führungsteam. Während Herr Steinmaßl verschiedene Business Units im Segment Special & New Technologies verantwortet, führt Herr Weiß das Segment Paper & Packaging Sheetfed Systems.

Koenig & Bauer unterstützt die Mitglieder des Aufsichtsrats angemessen beim Onboarding und bei der Weiterbildung. Das Fortbildungskonzept für den Aufsichtsrat sieht jährlich zwei Webinare zu ausgewählten Themen und optional eine externe Weiterbildungsveranstaltung vor. Im Berichtsjahr lagen die Schwerpunkte auf regulatorischen Updates sowie auf Cybersecurity. Darüber hinaus können die Arbeitnehmervertreter die von der Hans-Böckler-Stiftung angebotenen Fachtagungen zur Aus- und Fortbildung sowie die Weiterbildungsangebote der Gewerkschaften und des DGB-Bildungswerks nutzen. 

Die Schwerpunkte der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen sowie der Informationsveranstaltungen im Jahr 2025 lagen auf folgenden Themen: Bei der Information des Aufsichtsrats mit virtueller Teilnahme der Gremiummitglieder am 27. Januar 2025 standen Governance- und Personalthemen auf der Agenda. Neben den vorläufigen Geschäftszahlen für 2024 befasste sich der Aufsichtsrat in seiner virtuellen Sitzung am 26. Februar 2025 mit der Dividendenthematik, der Guidance für 2025 und Vorstandsvergütungsthemen. In einer Videokonferenz am 10. März 2025 verabschiedete der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung. Im Zuge der geplanten Vorstandstransformation stimmte das Gremium zudem der Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Christoph Müller mit Wirkung zum 31. März 2025 zu, nachdem dieser sein Vorstandsamt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt hatte.

In einer hybriden Sitzung mit virtueller und Präsenzteilnahme am 20. März 2025 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Jahresabschlüssen für die Koenig & Bauer AG und den Konzern zum 31. Dezember 2024, dem zusammengefassten Lagebericht, nichtfinanziellen Konzernbericht und Vergütungsbericht 2024 für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie mit den entsprechenden Prüfungsberichten des Wirtschaftsprüfers. Der Jahres- und Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht und nichtfinanziellen Konzernbericht sowie der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 wurden gebilligt bzw. festgestellt. In diesem Kontext schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an, für das Geschäftsjahr 2024 auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Des Weiteren wurde die Einladung zur Hauptversammlung am 4. Juni 2025 inklusive der Tagesordnung und der Beschlussvorschläge verabschiedet. Neben dem Spotlight-Projekt und den Beratungen zu den Themen Strategie, M&A, Cybersecurity und Zölle bildete die Ausgründung der Digital-Einheit in die Koenig & Bauer Kyana GmbH einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung. Zudem beriet das Gremium intensiv über Vorstandsvergütungsthemen und Vorstandsangelegenheiten. Nachdem Herr Dr. Pleßke sein Amt als Vorstandsvorsitzender mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 4. Juni 2025 niedergelegt hat, hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Kimmich in der Aufsichtsratssitzung zu seinem Nachfolger als Vorstandsvorsitzender bestellt und das Amt von Herrn Dr. Pleßke als einfaches Vorstandsmitglied bis zum Vertragsende am 31. Dezember 2025 bestätigt. Zudem berief das Gremium Herrn Dr. Blum mit Wirkung zum 1. Juli 2025 als neuen CFO.

Bei der Information des Aufsichtsrats in einer hybriden Sitzung mit virtueller und Präsenzteilnahme am 5. Mai 2025 befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit den Q1-Zahlen 2025 und dem Forecast für das Gesamtjahr 2025 einschließlich der Liquiditätsplanung. Weitere Tagesordnungspunkte waren ein Update des Vorstands zum Spotlight-Projekt sowie die US-Zollthematik. Im Vorfeld der Hauptversammlung fand am 27. Mai 2025 eine hybride Aufsichtsratssitzung mit virtueller und Präsenzteilnahme statt. Neben aktuellen Informationen zur Hauptversammlung durch den Vorstand standen strategische, Kapitalmarkt- und Personalthemen auf der Agenda. Weitere Themenschwerpunkte waren Vorstands- und Vorstandsvergütungs-Angelegenheiten sowie die Festlegung der Aufsichtsrats-Fortbildungsthemen für 2026. Ausführlich diskutierte das Gremium zudem die Ergebnisse der jährlichen Effizienzprüfung. Diese wurde intern auf Basis eines Fragenkatalogs durchgeführt, der mit externer Unterstützung entwickelt und fortlaufend an neue rechtliche Anforderungen angepasst wird. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat Anpassungen der Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Anschluss an die Hauptversammlung am 4. Juni 2025 kam der Aufsichtsrat in Präsenz zu einer konstituierenden Aufsichtsratssitzung zusammen. Aufgrund der Veränderung auf der Anteilseignerseite durch die Wahl von Frau Kalb als Nachfolgerin von Frau Prof. Lanza in den Aufsichtsrat nahm der Aufsichtsrat Anpassungen bei der Besetzung des Strategieausschusses und des Strategieausschuss-Vorsitzes vor. 

Während des Strategietags am 23. Juli 2025, der als hybride Sitzung mit virtueller und Präsenzteilnahme stattfand, wurden dem Aufsichtsrat die zentralen Schwerpunkte des Strategieprozesses sowie aktuelle strategische Initiativen verschiedener Business Units präsentiert. Diese wurden im Gremium eingehend diskutiert und beraten. Ergänzt wurde die Tagesordnung durch die Erörterung verschiedener Sonderthemen. 

Bei der Information des Aufsichtsrats in einer hybriden Sitzung mit virtueller und Präsenzteilnahme am 4. August 2025 befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit den Halbjahreszahlen 2025 und dem Forecast für das Gesamtjahr 2025 einschließlich der Liquiditätsplanung. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit Berichten des Vorstands zum Umsetzungsstand des Spotlight-Projekts sowie mit der Risikobewertung im Zusammenhang mit den US-Zöllen. In der Präsenzsitzung des Aufsichtsrats am 30. September 2025 präsentierte der Vorstand die High-Level-Businessplanung für die Jahre 2026 bis 2030 sowie aktuelle Statusberichte zur Entwicklung verschiedener Geschäftsfelder und Business Units, strategischer Initiativen und Projekte zur Profitabilitätssteigerung. Zudem standen Governance-Themen auf der Agenda. Aufgrund des ruhestandsbedingten Ausscheidens von Herrn Weippert zum 30. September 2025 wählte das Gremium Herrn Dotterweich zum neuen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Arbeitnehmerseite. Parallel dazu wurden die vakanten Sitze in den Ausschüssen neu besetzt. Details zur aktuellen Besetzung der Gremien finden sich auf der Website des Unternehmens.

Im Rahmen der Information des Aufsichtsrats in einer hybriden Sitzung mit virtueller und Präsenzteilnahme am 4. November 2025 befasste sich der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig mit dem Q3-Bericht 2025 sowie dem Forecast für das Geschäftsjahr 2025 einschließlich der Liquiditätsplanung. Ein weiterer Fokus der Beratungen lag auf dem aktuellen Status-Update zum Spotlight-Projekt. In einer hybriden Aufsichtsratssitzung am 11. Dezember 2025 mit Präsenz- und Online-Teilnahme stellte der Vorstand ausführlich die Unternehmens- und Investitionsplanung für 2026 vor und gab einen Ausblick auf die Folgejahre bis 2030. Der Aufsichtsrat genehmigte die Unternehmens- und Investitionsplanung für 2026 und nahm die Mittelfristplanung zur Kenntnis. Neben strategischen Initiativen und Projekten befasste sich das Gremium mit Personal- und Governance-Themen. Zudem erstattete der Leiter der Bereiche Compliance, Interne Revision und Risikomanagement seinen Statusbericht. Der Vorstand informierte über die geplanten Tagesordnungspunkte für die Hauptversammlung am 17. Juni 2026. Abschließend legte der Aufsichtsrat die STI- und LTI-Zielgrößen für die Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2026 fest.

Ein Großteil der Arbeit des Aufsichtsrats wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet. Fünf Ausschüsse unterstützen den Aufsichtsrat bei der effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben, indem sie die vom Aufsichtsrat zu treffenden Beschlüsse und die im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Der Personalausschuss tagte fünfmal und der Nominierungsausschuss einmal jeweils in Videokonferenzen. Von den sieben Sitzungen des Prüfungsausschusses fanden vier in hybrider Form mit Präsenz- und Online-Teilnahme und drei als Videokonferenzen statt. Zusätzlich zum Strategietag fanden noch zwei Sitzungen des Strategieausschusses im Berichtszeitraum statt. Der Strategietag und die beiden Sitzungen des Strategieausschusses fanden in hybrider Form mit Präsenz- und Online-Teilnahme statt. Eine Einberufung des nach § 27 Abs. 3 MitbestG gebildeten Vermittlungsausschusses war im Geschäftsjahr 2025 erneut nicht erforderlich.

Neben den Quartalsberichten, aktuellen Forecasts und Cash-Planungen bestand ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt des Prüfungsausschusses in der intensiven Durchsicht des Jahresabschlusses der Koenig & Bauer AG und des Konzernabschlusses mit dem zusammengefassten Lagebericht, nichtfinanziellen Konzernbericht und den entsprechenden Prüfungsberichten sowie des Vergütungsberichts für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats. Während des gesamten Prozesses der Abschlusserstellung fanden regelmäßige Jour fixe-Termine zwischen der Prüfungsausschussvorsitzenden und dem Abschlussprüfer statt. Bei der Jahresabschlussbesprechung berichteten die Vertreter des Abschlussprüfers dem Ausschuss über die Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für Erläuterungen sowie für eine umfassende Diskussion verschiedener Themen zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss bereitete die Billigung und Feststellung der Jahresabschlüsse und des Vergütungsberichts durch den Aufsichtsrat vor. Zur Sicherstellung der Prüferunabhängigkeit wurde die erforderliche Unabhängigkeitserklärung eingeholt. In einem mit einem externen Spezialisten durchgeführten Projekt wurde die Qualität der Abschlussprüfung anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs sowohl absolut als auch im Benchmark-Vergleich evaluiert. Zusätzlich hat sich das Gremium mit dem Management Letter zur Abschlussprüfung 2024 befasst. Weiter bereitete der Prüfungsausschuss den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung für den Abschluss- und Konzernabschlussprüfer sowie für den Prüfer des nichtfinanziellen Konzernberichts vor. Quartalsweise kontrollierte der Prüfungsausschuss die Nicht-Prüfungsleistungen, die vom Unternehmen beim Abschlussprüfer in Auftrag gegeben wurden. Neben der jährlichen Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung waren das Compliance-Managementsystem und der Compliance-Plan, die Interne Revision und der Prüfungsplan, das Risiko-Managementsystem, die Risikosituation im Konzern und der Risikobericht, das Interne Kontrollsystem, die Exportkontrolle, ESG-Themen, Cybersecurity sowie die US-Zollthematik und Absicherung des Währungsrisikos aus US-Dollar-Positionen weitere Themen in den Sitzungen des Prüfungsausschusses. Zudem hat sich das Gremium umfassend und regelmäßig über den Sachstand bei der SAP-Migration und beim Organisationsprojekt zum Zusammenspiel von Governance, Risk Management und Compliance (GRC) informieren lassen. Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Neuerungen der ESG-Regulatorik und dem aktuellen Stand der Umsetzung innerhalb des Konzerns. Gegenstand außerordentlicher Sitzungen des Prüfungsausschusses waren die Ergänzung der Konzern-IFRS-Bilanzierungsrichtlinie sowie die Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung (Pillar 2). Neben der neuen Konsolidierungs-Software OneStream ließ sich das Gremium die sich aus dem IFRS 18-Standard ergebenden Veränderungen und den Umsetzungsplan erläutern. Dabei wurden die Möglichkeiten bei der Definition von Management-Defined Performance Measures (MPMs) erörtert. Der Finanzvorstand und der Vorstandsvorsitzende nahmen regelmäßig an den Sitzungen des Prüfungsausschusses teil. Für den persönlichen Dialog mit Proxy Advisors und großen Investoren führt die Prüfungsausschuss-Vorsitzende regelmäßig Governance-Roadshows durch. Bei der Governance-Roadshow Anfang 2025 standen Vorstandsvergütungs-Themen und der Vergütungsbericht im Mittelpunkt des konstruktiven Austausches.

Die Sitzungen des Personalausschusses standen im Berichtsjahr neben aktuellen Themen vor allem im Zeichen von Vorstands-, Vergütungs- und Governance-Angelegenheiten. Ein wesentlicher Fokus lag auf der Vorbereitung des Generationsübergangs im Vorstand. In enger Abstimmung mit dem Aufsichtsratsgremium koordinierte der Personalausschuss die einzelnen Schritte der Vorstandstransformation und bereitete die erforderlichen Beschlüsse vor. Darüber hinaus begleitete der Ausschuss die Erstellung des Vergütungsberichts und erarbeitete weitere Aufsichtsrats-Beschlussvorlagen zur variablen Vorstandsvergütung, zu Zielvereinbarungen mit den Vorständen, zur Governance und Ausschussbesetzung sowie zur Aufsichtsrats-Fortbildung im Folgejahr. Der Nominierungsausschuss bereitete eine Wahlvorschlagsempfehlung an das Aufsichtsratsplenum für eine Kandidatin zur anstehenden Aufsichtsratswahl auf der nächsten Hauptversammlung vor. Im Fokus der Beratungen des Strategieausschusses standen im Berichtsjahr das Konzernstrategie-Rahmenwerk IMPACT 2030+ als Weiterentwicklung der Konzernstrategie Exceeding Print sowie die produktseitigen Digitalisierungsaktivitäten von Koenig & Bauer Kyana. Darüber hinaus informierte der Vorstand das Gremium über Modularisierungs-, M&A- und Marktstrategien in verschiedenen Geschäftsfeldern sowie über geostrategische Auswirkungen auf Koenig & Bauer, etwa durch Handelszölle und globale politische Entwicklungen.

Die Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance-Regelungen im Unternehmen, insbesondere die Umsetzung der Empfehlungen des Kodex, werden vom Aufsichtsrat regelmäßig verfolgt. In der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft werden die Aktivitäten des Aufsichtsrats mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben.

In seiner Sitzung am 18. März 2026 stellte der Aufsichtsrat nach Anhörung der Abschlussprüfer, eigener sorgfältiger Prüfung und intensiver Erörterung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Koenig & Bauer AG zum 31. Dezember 2025 sowie den Vergütungsbericht für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2025 fest und billigte den Konzernabschluss der Koenig & Bauer-Gruppe zum 31. Dezember 2025 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts und gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts. Damit ist der Jahresabschluss der Koenig & Bauer AG nach § 172 AktG festgestellt. Die Beschlüsse wurden vom Prüfungsausschuss vorbereitet. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über das Ergebnis der intensiven Prüfungen und den Feststellungen des Ausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Die Abschlussprüfer berichteten dem Aufsichtsrat umfassend über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss haben sich mit dem Abschlussprüfer auch ohne den Vorstand beraten. Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt am Main, Niederlassung Nürnberg, erteilte für beide Abschlüsse einschließlich des zusammengefassten Lageberichts jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Weiter wurde der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht einer freiwilligen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit durch die PricewaterhouseCoopers GmbH unterzogen. Der Aufsichtsrat stimmte ebenso wie der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 17. März 2026 den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung zu. Beide Gremien hatten keine Einwendungen gegen den Konzernabschluss, den Jahresabschluss der Koenig & Bauer AG, den zusammengefassten Lagebericht und nichtfinanziellen Konzernbericht sowie den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 erhoben.

Der Abschlussprüfer hat zudem bestätigt, dass der Vorstand ein den gesetzlichen Vorschriften in § 91 Absatz 2 AktG entsprechendes Risikofrüherkennungssystem eingerichtet hat. Das angemessene und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Informations- und Überwachungssystem erscheint nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Wesentliche Schwächen des Internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems wurden nicht berichtet.

Der Aufsichtsrat dankt der gesamten Belegschaft, den Arbeitnehmervertretern, den Führungskräften sowie dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den hohen persönlichen Einsatz im Jahr 2025. Unseren Aktionären gilt ein besonderer Dank für ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen.

Würzburg, den 18. März 2026
Der Aufsichtsrat der Koenig & Bauer AG

Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner
Vorsitzender des Aufsichtsrats